Die Qualität der Hülle

Es ist wichtig, dass die Hülle einer Daunendecke aus einem leichten, anschmiegsamen und daunendichten Stoff angefertigt wird. Seide besitzt zwar einen wunderbaren Glanz und gleitet herrlich auf der Haut, ist aber leider nur sehr schwer daunendicht herzustellen. Daher eignet sich Baumwolle deutlich besser als Hülle einer Daunendecke.

Die Qualität der Baumwolle wird indirekt in Nm angegeben. Nm gibt die erzielbare Garnlänge eines Gramms der verwendeten Baumwolle an. Die Angabe Nm 135 bedeutet also, dass bei dieser Daunendecke ein Garn verarbeitet wurde, bei dem 135 Meter Garn genau 1 Gramm wiegen. Bei Nm 250 erhält man aus einem Gramm Garn einen Faden mit einer Länge von 250 Metern. Mako-Batist ist mit einem Wert von Nm 270 der feinste für Daunendecken geeignete Stoff. Er wiegt nur 68 g/m² und wird darum auch Superfeiner Daunenbatist genannt. Je höher die Zahl vor dem Nm ist, umso feiner und leichter ist das verwendete Garn.

In unserer Kollektion verarbeiten wir Nm-Werte zwischen Nm 70 (für Kissen) und Nm 250.

Viele weiße Garnrollen

Direkter Stepp oder Kassettenstepp?

Steppen ist die Unterteilung der Bettdecke in kleinere Bereiche, damit sich die Daunen nicht an einem Ende der Bettdecke sammeln und somit nicht mehr überall für eine angenehme Wärme sorgen können. Bei der direkten Steppung werden der obere und untere Teil der Hülle (bzw. des Inletts) direkt miteinander verbunden, also „aufeinander gesteppt“.

Im Gegensatz dazu werden Daunendecken mit Kassettenstep in kleine Kästchen aufgeteilt. Damit zwischen den Kästchen keine Wärme entweichen kann, da hier die Naht die Daunen verdrängt, wird an diesen Stellen ein „Steg“ aus Baumwolle eingenäht. Dieser kann bei wärmeren Daunendecken bis zu 10 cm hoch sein! Daher spricht man hier von einem „Hochsteg“, der auch bei starker Kälte dafür sorgt, dass Sie kuschelig warm schlafen können. Direkte Steppung wird im Allgemeinen für „leichtere“ Daunendecken verwendet und Kassettensteppung für wärmere Bettdecken.

Hüllenarten

Die Daunendecken unserer Kollektion werden ausschließlich aus Baumwolle mit einem Nm-Wert von 70 oder höher angefertigt. Wir haben uns für Baumwolle entschieden, da diese Feuchtigkeit aufnimmt, sehr gut ventiliert, aber trotzdem fein genug ist, um das Eindringen von Staub zu verhindern. Wir unterscheiden je nach Webart und Fadenqualität drei Arten der Hülle: Perkal oder Cambric, Mako-Batist und die satingewebte Hülle.

1. Die Perkal-Hülle

Die Perkal- oder Cambric-Hülle wird aus einem Garn zwischen Nm 100 und Nm 135 gewebt. Das angewandte Webverfahren nennt sich „Leinwandbindung“. Diese ist die einfachste und älteste, zugleich aber auch engste Verkreuzung von Fäden: Jeweils ein Kettfaden wird mit dem nächsten Schussfaden überkreuzt (s. Grafik).

Darstellung der Leinwandbindung

Durch dieses Webverfahren sieht der Perkal vorne und hinten gleich aus, ist matt und fühlt sich ebenfalls von beiden Seiten glatt, fest und angenehm an. Perkal ist zusätzlich noch atmungsaktiv und das Baumwollgarn kann Feuchtigkeit gut aufnehmen und gut an die Luft wieder abgeben. Leinwandbindung erzeugt strapazierfähigere Stoffe als andere Webverfahren, weil durch das enge (straffe) Geflecht wenig Angriffsfläche für Umwelteinflüsse entsteht.

2. Die Mako-Batist-Hülle

Die Mako-Batist-Hülle wird ebenfalls in der traditionellen Leinwandbindung hergestellt, aber im Unterschied zur Perkal-Hülle verarbeiten die Hersteller ein feineres Garn der Stärke Nm 135 bis Nm 170. Für den superfeinen Mako-Batist verwendet man sogar deutlich feinere Garnstärken von Nm 200 und höher.

Darstellung der Leinwandbindung

Die Vorsilbe „Mako“ zeigt an, dass die berühmte hochwertige ägyptische Markenbaumwolle „Mako“ verwebt wurde. Wer sich mit hochwertiger Schokolade auskennt, der kennt ebenfalls den Markennamen Valrhona. Mako hat im Baumwollbereich eine ähnlich angesehene Stellung.

3. Die satingewebte Hülle

Die satingewebte Hülle unterscheidet sich vom Perkal und Batist durch das angewandte Webverfahren. Satin wird immer in Atlasbindung gewebt (s. Grafik). Bei dieser Webart führt der Schuss unter einem Kettfaden hindurch und danach über mehrere Kettfäden hinweg. Diese Hüllenart hat dadurch zwei verschiedene Seiten.

Satingewebte Hülle in Atlasbindung

Auf der einen Seite sieht man hauptsächlich die Schussfäden, auf der anderen Seite vermehrt die Kettfäden. Dadurch entsteht ein schönes Lichtspiel zwischen der glänzenden Vorder- und der matten Rückseite. Es ist üblich, dass der Glanz durch Mercerisierung - einer Garnveredelungsmethode - verstärkt wird. Eine satingewebte Hülle fällt traumhaft geschmeidig, fühlt sich herrlich weich, sowie kühl, an und hat einen verzaubernden, sanften und eleganten Glanz.

Andernorts wird bezüglich der Namensherkunft von „Satin“ auf die chinesische Stadt Quanzhou verwiesen. Lassen Sie sich durch diesen Hinweis nicht verwirren, da Quanzhou früher Tsen-tung hieß und somit klanglich näher an dem arabischen Namen Zaitun liegt. Die Entwicklung zum heutigen Wort „Satin“ wirkt dadurch hoffentlich etwas verständlicher.

Hüllennamen und deren Feinheit

Da nicht jeder ein Freund von Zahlen ist, bieten unsere Ateliers Orientierungshilfen an, damit Sie einem Nm-Wertebereich einen Hüllennamen zuordnen können. Es handelt sich dabei um keine normierten Bezeichnungen, daher können einzelne Bettdecken davon abweichen.

Bezeichnung Nm-Wert
Mako-Einschütte 70-80-90-100
Daunenbatist 135
Feinbatist 150
Edelbatist 170
Feiner Mako-Batist 200
Superfeiner Mako-Batist 250- 270

Ratgeber Daunendecken

Beachten Sie diese 4 Punkte bei der Wahl einer Daunendecke:

  • Größe der Bettdecke. So finden Sie die richtige Größe.
  • Wärmeklasse. So finden Sie die passende Wärmeklasse für alle Jahreszeiten.
  • Füllkraft der Daune. Das Qualitätsmerkmal mit dem das Gewicht der Daunendecke anpassen kann. So finden Sie sehr leichte Daunendecken.
  • Der Nm-Wert der Hülle. Das Qualitätsmerkmal mit dem das Gefühl und wichtige Eigenschaften der Daunendecke verändert wird. So finden Sie die besten Hüllen aus Baumwolle.